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2017 habe ich begonnen immer mal wieder kurz aufzuschreiben, was mich gerade sehr bewegt. Da ich durch ein längerfristiges Projekts gebunden war, habe ich seit 2022 keine Blog-Einträge mehr erstellt. Auch, wenn es immer spannende Entwicklungen gab.

Jetzt 2026 werde ich wieder ein paar meiner Gedanken hier niederschreiben. So können sie nachlesen, was mich gerade bewegt.

Hier finden Sie auch die historischen Einträge. Erstaunlich, was sich wiederholt oder als Dauerthema immer mal wieder hochgeholt wird. (Archiv)

Bleiben Sie neugierig, mutig und aufmerksam.

Künstliche Intelligenz 21.07.2026

Vielleicht beginnt die eigentliche Veränderung nicht bei der Technologie.

Kaum ein Thema prägt die Diskussion über Digitalisierung derzeit stärker als die Künstliche Intelligenz.
Die Erwartungen sind groß.
Sie reichen von effizienteren Prozessen über bessere Diagnostik bis hin zu einer spürbaren Entlastung der Beschäftigten im Gesundheitswesen.
Viele dieser Erwartungen erscheinen realistisch.
Dennoch beschäftigt mich eine andere Frage.
Nicht:
Was kann KI?
Sondern:
Unter welchen Bedingungen kann KI ihre beabsichtigte Wirkung überhaupt entfalten?

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Organisation 14.07.2026

Warum Orientierung in komplexen Systemen wichtiger sein kann als immer neue Vorgaben

Je länger ich Digitalisierungsprojekte begleite, desto häufiger stelle ich mir eine grundsätzliche Frage.
Wie gelingt es eigentlich, ein System zu verändern, das aus vielen eigenständigen Akteuren besteht?
Das Gesundheitswesen ist dafür ein gutes Beispiel.
Krankenhäuser, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Krankenkassen, Industrie, Berufsverbände, Politik und Patientinnen und Patienten verfolgen jeweils unterschiedliche Aufgaben und Interessen.
Und dennoch sollen sie gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Das ist eine enorme organisatorische Herausforderung.

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Steuerung 07.07.2026

Steuerung – Der Wunsch, Komplexität beherrschbar zu machen

Je länger ich Digitalisierungsprojekte begleite, desto häufiger fällt mir eine interessante Entwicklung auf.
Mit jeder neuen technischen Möglichkeit wächst auch die Erwartung, Prozesse und Verhalten besser steuern zu können.
Das erscheint zunächst logisch.
Digitale Systeme liefern Daten.
Sie schaffen Transparenz.
Sie machen Zusammenhänge sichtbar.

Damit entsteht fast zwangsläufig die Hoffnung, dass bessere Informationen auch zu einer besseren Steuerung führen.
Vielleicht beginnt hier jedoch eine Verwechslung.

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Vertrauen 01.07.2026

Warum Sicherheit manchmal schon entsteht, bevor etwas passiert

Wahrscheinlich erleben es viele.
Wenn wir krank sind oder auf eine Untersuchung warten, verändert sich häufig schon etwas, sobald wir beim Arzt oder im Krankenhaus angekommen sind.
Objektiv betrachtet hat sich zu diesem Zeitpunkt oft noch nichts verändert.
Es wurde noch keine Diagnose gestellt.
Keine Therapie begonnen.
Keine Entscheidung getroffen.
Und trotzdem fühlt sich die Situation anders an.

Warum eigentlich?

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Warum Projekte nicht die erwartete Wirkung entfalten 23.06.2026

Wenn Digitalisierungsprojekte hinter den Erwartungen zurückbleiben,
werden häufig ähnliche Erklärungen herangezogen:

• die Zielgruppe ist noch nicht ausreichend vorbereitet
• die Akzeptanz ist zu gering
• regulatorische Rahmenbedingungen erschweren die Umsetzung
• organisatorische Veränderungen benötigen mehr Zeit

Diese Argumente sind in vielen Fällen nachvollziehbar.

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IT-Kosten und Wirkung 09.06.2026

Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung wachsen in vielen Organisationen auch die Investitionen in Informationstechnologie. Neue Systeme werden eingeführt, bestehende Lösungen erweitert und die Anforderungen an Betrieb, Sicherheit und Compliance nehmen kontinuierlich zu.

Während die steigenden IT-Aufwendungen gut sichtbar sind, bleibt eine andere Frage häufig unbeantwortet:
Welche konkrete Wirkung entsteht dadurch für die Organisation?

Genau an diesem Punkt lohnt sich ein genauer Blick auf das Zusammenspiel von IT-Kosten, Personaleinsatz und den tatsächlich erreichten Verbesserungen.

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Komplexität als blinder Fleck der Digitalisierung 05.05.2026

In vielen Diskussionen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen entsteht ein wiederkehrendes Muster:
Bestehende Strukturen werden selten grundsätzlich hinterfragt.
Stattdessen wird versucht, sie mit neuer Technologie effizienter, schneller oder umfassender abzubilden.
Das ist nachvollziehbar.
Es ist oft der scheinbar einfachere Weg.

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DMEA 2026 – Gedanken 28.04.2026

Nach vielen Jahren auf der DMEA habe ich auch in diesem Jahr wieder eine starke Aufbruchsstimmung wahrgenommen.

Viel Energie.
Viele Ideen.
Große Erwartungen.

Der aktuelle Referentenentwurf zur Digitalisierung im Gesundheitswesen verstärkt diese Dynamik zusätzlich.
Digitalisierung wird zunehmend strukturell gedacht und politisch klar adressiert. Das ist grundsätzlich zu begrüßen.

Gleichzeitig ist mir ein Gedanke geblieben, der mich schon länger begleitet:
Solche Phasen gab es im Gesundheitswesen immer wieder. Und häufig lag die Herausforderung weniger in der Frage, was getan werden soll – sondern unter welchen Bedingungen diese Vorhaben tatsächlich wirken können.
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